Sonntag, 21. Dezember 2014

Abmeldung

In den letzten Monaten habe ich gelernt, dass man sich in Deutschland in jeder Hinsicht doppelt und dreifach absichert. Einerseits ganz komfortabel, wenn ich an die soziale Absicherung denke, andererseits nervig, was das Gerenne, Unterschreiben und Rückversichern angeht wenn man das für eine begrenzte Zeit nicht mehr in Anspruch nehmen will/kann.
Wo war ich die letzten 30 Jahre, dass mir das nicht aufgefallen ist.
Der Höhepunkt und hoffentlich das Ende des Ganzen ist jetzt die Abmeldung vom letzten Wohnort. 
Frühestens 14 Tage vor der Ausreise ist eine Abmeldung möglich.
Das bedeutete für mich, raus aus dem schönen Frankenland zurück nach Lüneburg.
Das Ausstellen der Abmeldung ist relativ unkompliziert. Ehepartner können, dass ohne des Beisein des anderen auch füreinander machen.

Jetzt geht es dann aber erst richtig los, jetzt müssen ca. 30 Briefe geschrieben werden, in denen die Abmeldung und Adressänderung an diverse Ämter, Versicherungen etc. mitgeteilt werden müssen.
Nervig, aber gut... Solange mich das vor Mahnverfahren jeglicher Art schütz bin ich dabei.
Ehrlich gesagt hätte es mich ziemlich genervt nur wegen der Abmeldung zurück zu fahren.
Ja es war nett Lüneburg wiederzusehen und ich musste an soviel tolle Sachen und vor allem Menschen denken, aber irgendwie war ich froh als ich wieder fahren konnte und zwar nach Hamburg.
Zu einer super Weihnachsfeier. Was soll ich sagen... Es war der Wahnsinn. Mit so vielen tollen Leuten in einer so schönen Lokation zu feiern... Ich werde es vermissen.

Freitag, 28. November 2014

Es reicht

Die Vorbereitungen waren umfangreicher, als geplant, 8 Wochen sind eine verdammt kurze Zeit, wenn es gilt, seine gesamte Habe dahingehend zu sortieren, was man entsorgt, was man verschenkt oder verkauft,  und was es letztlich Wert ist, mitgenommen zu werden.
8 h bevor die Umzugsleute hier einreiten und wir nähern uns dem Ende. (auch dem Ende unserer Nerven ;-))

Am Freitag habe ich mein Auto verkauft und seit Samstag haben wir keine Küche mehr.
Toll für Tim denn er ist in den Genuss seiner ersten Lieferservice Pizza gekommen und er liebt es.


In der letzten Zeit sind wir oft gefragt worden: Wie geht es euch? Ist es schwer? Ist das nicht ein komisches Gefühl?
Es ist schwer zu glauben (auch für mich), aber uns geht es gut. Es fällt uns nicht schwer und  nein es ist kein komisches Gefühl.
Ich frage mich aber ernsthaft ob das normal ist. Aber wahrscheinlich geht das alles in dem bisherigen Trubel unter.
Kritisch sind die Abschiede von den lieben Menschen um uns.

Könnt ihr nicht alle mitkommen????